Ich hab da mal einen Vorschlag für Klarheit und vielleicht auch etwas Entspannung in so einigen Diskussionen zu diesem Thema: lasst uns das Wort “Influencer Marketing” vergessen und in Zukunft nur noch von “Influencer Advertising” und “Influencer Relations” reden.

Viel Streit, Enttäuschung, Frust kommen meiner Beobachtung nach daher, das es diese zwei grundsätzlich unterschiedliche Arten gibt mit Influencern zusammenzuarbeiten – sie in Diskussionen und Briefings aber oft vermischt und unter „Influencer Marketing“ subsumiert werden. Beide unterscheiden sich sehr stark in Zielsetzung und Umsetzung, können aber – wenn sie richtig professionell betrieben werden – beide gute Erfolge erzielen. Aber nur wenn man es trennt und nicht vermischt, sonst kann man sich das Budget gleich sparen.

Leider sind sich Kunden, Agenturen und vor allem Marktteilnehmer in Diskussionen untereinander oft nicht klar über welche Art der Influencer Kommunikation sie gerad reden und welche sie warum einsetzen wollen und daher kommt sehr viel Verwirrung und Frust.

Also weg mit Influencer Marketing hin zu:

Influencer Advertising – ich buche (content/advertorial) Anzeigen in Influencer Kanäle, um mit möglichst großer Reichweite sehr schnelle Sales Ergebnisse zu erzielen

Influencer Relations – ich arbeite (meist längerfristig) mit Influencern zusammen, baue Beziehungen zu ihnen und ihren Zielgruppen auf, in dem ich gemeinsam mit den Influencern Inhalte kreiere, die auf meine Ziele wie Imagestärkung, Brand Building, Agendasetting, Wissensvermittlung usw. einzahlen.

Wie gesagt: Beides kann man sehr erfolgreich machen, aber beides setzt unterschiedlichen Content mit teilweise sehr unterschiedlichen Influencern ein und hat auch unterschiedliche KPIs.

Ich habe die Erfahrung gemacht das diese Unterscheidung im Alltag sehr hilfreich ist, um in Gesprächen und Aufträgen gleich in die richtigen Bahnen zu kommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.